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Berichte  -  LFV Wedemark Programm  2. Hälfte 2018

 

06.12.2018

Weihnachtsfeier

Hell leuchteten die Kerzen und erwärmten die Herzen der LandFrauen, als diese den Saal der Gastwirtschaft Bludau in Wennebostel zur diesjährigen Weihnachtsfeier betraten. Die Tische waren von den LandFrauen aus Mellendorf festlich mit Naturmaterialien geschmückt worden. Tannengrün, rote Kerzen, Äpfel, Nüsse, Tannenzapfen und rote Ilexbeeren zierten die langen Tischreihen, die für über 150 Personen gedeckt waren.
Frau Margrid Heuer begrüßte die Anwesenden mit einem weihnachtlichen Gedicht. Kirsten Teichfischer las den Weihnachtsbrief von der Landesvorsitzenden Elisabeth Brunkhorst vor. Niemand weiß, was die Zukunft uns bringt. Trotzdem sind die LandFrauen mit viel Engagement im Land unterwegs und haben viel Power. Kerstin Pannock trug im Anschluß ein Weihnachtsgedicht vor.
Sabine Giesemann, studierte Musikpädagogin, Orchestermusikerin und Leiterin einer eigenen Musikschule im Bahnhof in Mellendorf, erfreute alle Anwesenden mit verschiedenen Weisen auf ihrer Klarinette und erhielt viel Applaus dafür. Zu einigen Liedern wurde gemeinsam gesungen.
Während der Weihnachtsfeier wurde für die Jugendfeuerwehr der Gemeinde Wedemark gesammelt. Es kam ein Betrag von EUR 460,00 zusammen.

Frau Heidrun Kuhlmann war aus dem Schaumburger Land gekommen, um über das Thema: "Mache Dich auf und werde Licht" zu referieren.
In der Weihnachtszeit spielen Emotionen eine große Rolle. Das Fest ist etwas ganz besonderes. Wer ein straffes Pensum hat, wünscht sich, dass er zur Ruhe kommt. Wer einsam ist, wünscht sich, dass er Besuch bekommt. Das Weihnachtsfest hat bei uns einen ganz hohen Stellenwert. Die Nähe zu lieben Menschen tut gut, gerade in dieser dunklen Jahreszeit. Gespräche am Küchentisch, ganz spontan und herzlich, tun immer gut. Menschen, die ihre Sorgen mitteilen, kann geholfen werden. Wichtig ist, dass wir mit einander reden. Laßt die Sonne nicht über euren Zorn untergehen, ist eine wichtige Empfehlung für junge Paare. Laß uns reden über das, was in unserem Inneren wirklich los ist.
Im Sauerland ist es Tradition eine angezündete Kerze für jemanden in die Fensterbank zu stellen. Gebete und Kerzen haben mit dazu beigetgragen, dass die Mauer in Berlin gefallen ist. Wenn ein Netzwerk von guten Gedanken besteht, dann geht ein großes Licht auf.
Wir müssen immer dafür sorgen, dass wir selber viel Kraft haben, erst dann können wir anderen Menschen helfen. Wir sollten nicht vergessen, oft kräftig zu lachen. Lachen wirkt besser als Aspirin. Die Freude und das Lachen dürfen nicht vergehen. Wichtig ist, dass in uns gut aufgeräumt ist, dann können wir andere erfreuen. Wir brauchen nicht immer perfekt zu sein und brauchen nicht immer fertig zu werden. Wenn zu Weihnachten nur ein Strumpf fertig geworden ist, dann können wir den zweiten ruhig im Februar nachliefern.
Nach dem Vortrag von Frau Kuhlmann sang die Chorgemeinschaft Meitze - Wennebostel unter der Leitung von Frau Dr. Wippermann einige wunderbare Weihnachtslieder. Nach den Abschlußworten von Ursula Wiechmann wurde zum Ausklang der Weihnachtsfeier gemeinsam das Lied:"Oh, du fröhliche" gesungen.

 

 

10.11.2018

"Au-pair Oma in Kanada"

Über einen gefüllten Saal freute sich Frau Margrid Heuer anläßlich der letzten Versammlung des LandFrauenvereins Wedemark. Zu dem Vortrag waren auch einige Damen aus der Seniorenresidenz Allerhop gekommen.
Frau Angela von Mirrbach und Frau Maria Eilers stellten eingangs ein neues landesweites Projekt vor und suchten dafür noch Personen, die einen Gugelhupf backen. Das Projekt soll in der Nachbarschaft Botschafterin für Nähe werden.

Frau Christa Gassmann berichtete anschließend über ihre Erlebnisse als Aupair-Oma in Kanada. Sie hatte vier Kinder großgezogen und war Witwe geworden, als sie nach neuen Aufgaben suchte.
Zu einem Klassentreffen kam eine Freundin aus Amerika. Das war der Anlaß für die Anmeldung in der Volkshochschule, um Englisch zu lernen. Ein Computerkurs sollte folgen. Ihre Kinder waren in der Welt herumgereist und sagten nun zu ihr:"Mutter jetzt kannst Du weg".

Da spielte der Zufall eine Rolle. In einem Zeitungsausschnitt suchte eine Agentur aus Hamburg eine Aupair-Oma. Mit zwei künstlichen Knien, zwei künstlichen Hüften und Hörgeräten im Ohr bewarb sich Frau Gassmann im Alter von 72 Jahren. Bald darauf kam ein Anruf, dass sie schon sehr bald nach Kanada kommen sollte. Ihre Freundinnen verabschiedeten Sie mit den Worten:"Das schaffst Du nie".
Vielleicht waren es gerade diese Worte, die den entsprechenden Impuls zum Durchhalten gaben. Mit klopfenden Herzen machte sie sich auf den Weg nach Winnipeg.
Von dort wurde sie mit dem Auto zu ihrem 450 km entfernt gelegenen neuen Aufenthaltsort abgeholt. In einem kleinen ganz ablegenen Ort traf sie bei einer Familie mit drei kleinen Kindern ein. Sofort stimmte die Chemie mit der Familie und die Kinder akzeptierten die neue Oma.
Frau Gassmann wurde zu vielen Festen mitgenommen und so erlebte sie Kanada ganz anders, als wenn ein Tourist Kanada bereist.
Bevor sie Deutschland verlassen hatte, waren die Presse und verschiedene Fernsehsender auf sie aufmerksam geworden. Viele Interviews standen an. Ebenso bei ihrer Rückkehr.
Zwei Studentinnen schrieben ihre Arbeit über den demografischen Wandel. Für diese Arbeiten stand sie hilfreich zur Verfügung. Jetzt ist sie 79 Jahre alt und wird sicherlich noch viele Vorträge halten. Frau Gassmann schloß ihren Vortrag mit den Worten:"Ich habe in der Schule nur Volksschule, kein Abitur gemacht. Mein Abitur ist das Leben".

 

 


22.10.2018

„Herbst-Dekoration mit Naturmaterial gestalten"

Floristin Rita Nickel

Schöne Herbstdekorationen standen auf der Tagesordnung, als sich die LandFrauen zum Basteln in Hellendorf versammelten. Frau Rita Nickel hatte die einzelnen Arbeitsplätze bestens vorbereitet und das Material zusammengetragen.
Es wurden nur Naturmaterialien verbraucht. Vor jeder Teilnehmerin lagen die verschiedensten Koniferenzweige, Tannenzweige und Buchsbaum. Außerdem wurden Hortensien und Erika verarbeitet.
Nachdem Frau Nickel die Vorgehensweise ausführlich erklärt hatte, gingen die zahlreich erschienenen Frauen an die Arbeit. Mit großer Freude und versehen mit vielen Ideen entstanden die schönsten Herbstdekorationen. Stolz trugen die Frauen ihre gebastelten Werke nach Haus, um damit das eigene Heim zu schmücken.

 

 

20.09.2018 Tagesfahrt

LandFrauenausflug zwischen Tradition und Moderne
zur Porzellanmanufaktur nach Fürstenberg

Bei strahlendem Sonnenschein unternahmen 42 Landfrauen einen Tagesausflug mit dem Bus zur Porzellanmanufaktur nach Fürstenberg.

Das Schlossensemble der Porzellanmanufaktur Fürstenberg ist ein prachtvolles Denkmal der Weserrenaissance. Eine Führung durch das moderne Erlebnismuseum zeigte den Landfrauen neben den unterschiedlichen Epochen und Stile bis in die Gegenwart auch wertvolle Einzelstücke und Design-Ikonen.
Bei der Führung erfuhren sie die Hintergründe der Porzellanherstellung. Besonderes Interesse der Landfrauen bestand in der Besucherwerkstatt, hier konnte den Porzellanmalerinnen über die Schulter geschaut werden. An ihren Arbeitsplätzen weihten die Porzelliner anhand praktischer Arbeiten in die Geheimnisse ihrer filigranen Handwerkskunst ein.

Der Tagesausflug wurde mit einem leckeren Buffet im ehemaligen Kavalierhaus, in dem sich das Schlosscafé & Restaurant Lottine befindet, abgerundet. Bevor die Heimreise angetreten wurde, bestand noch die Möglichkeit im Manufaktur Werksverkauf einzukaufen.

Alles in allem ein gelungener Tagesausflug, fanden die Landfrauen.

 

 

 

19.09.2018   "Deutsche Landwirte im Ausland" -
Fern der Heimat und doch so nah.

Herr Carsten Brüggemann von der Landwirtschaftskammer Hannover berichtete über deutsche Landwirte, die fern der Heimat in den verschiedensten Ländern als Landwirte tätig sind. Begleitet wurde der hervorragende Vortrag von einer wunderbaren Diashow.

Aus den verschiedensten Anlässen heraus sind Menschen in ferne Länder ausgewandert und haben ihr Glück in der Fremde versucht.
1763 wurde die Wolgasteppe von Katharina der Großen mit deutschen Landwirten besiedelt.
Von 1910 bis 1920 erlitten diese Menschen erhebliche Repressalien.
1941 erfolgte eine Umsiedlung nach Sibirien und Kasachstan. Bei dieser Umsiedlung sind tausende von Menschen erfroren.
1990 wurden verschiedene deutsche Programme aufgelegt, um die Menschen weiterhin zum Bleiben in Rußland zu veranlassen. Mühselig wirtschaften die Menschen in großen Kolchosen dort.

Dagegen steht im großen Land Kanada viel Fläche den ehemals deutschen Landwirten zur Verfügung. 30.000 ha Land ist hier keine Ausnahme. Die riesengroßen Maschinen zeugen von Wohlstand und die deutschen Landwirte wollen dieses Land nicht wieder verlassen.

Argentinien ist 7,8 mal größer als Deutschland. Zu einer Farm gehören 2.000 Rinder und ca. 200.000 ha Ackerfläche mit Mais. In Argentinien sieht es zur Zeit wirtschaftlich nicht gut aus. Die weitere Entwicklung für die Landwirte bleibt abzuwarten.

In Brasilien gibt es die Landwirtschaft der Superlative. Brasilien ist der zweitgrößte Lebensmittelexporteur der Welt. Auf der einen Seite wird der Umweltschutz groß geschrieben, auf der anderen Seite werden Unmengen von Pestiziden ausgebracht. Das Land hat an vielen Stellen mit unserer Landschaft Ähnlichkeit.

Süd Afrika wurde 1860 von den Hermannsburger Missionaren besiedelt. Hier gibt es eine große Pflanzenvielfalt, weil es eine Eiszeit nie gegeben hat.
Viele Aidswaisen werden hier von Deutschen betreut. Namibia war von 1884 bis 1915 deutsche Kolonie. Aus diesem Grund leben dort heute noch viele Deutsche.

Die weltweit lebenden deutschen Landwirte zeichnen sich aus durch Sauberkeit, Ordnung, Fleiß und Zuverlässigkeit. Sie pflegen ihre deutschen Traditionen sehr. Auch die Sprache ist fast überall erhalten geblieben.

 

 

06.09.2018 Besuch des Tibet-Zentrums, Tibetische Kulturtage

Myriam Abdel-Rahman Sherif begrüßte die LandFrauen aus der Wedemark im Tibet-Zentrum Hannover und führte durch das Haus.
Prächtig ist die Altarwand mit einem goldglänzenden Buddha und den prächtigen Statuen tibetischer Meister anzuschauen. Vier Mönche arbeiteten geduldig und mühsam an einem Sandmandala in dem Bewußtsein, dass nichts davon bleiben wird.
"Alles ist vergänglich" sagt die Vereinsgründerin Myriam; auch der Mensch und sei er noch so reich und schön. Das Leid des Wandels akzeptieren zu können, gilt im Buddhismus als edel und gut.
Das Tibet-Zentrum Hannover, ein gemeinnütziger Verein, ist ein Ort an dem seit 2006 der Tibetische Buddhismus unterrichtet und praktiziert wird. Mönche vermitteln den Tibetischen Buddhismus und bauen so eine Brücke zwischen den Kulturen. Angeboten werden verschiedene Vorträge, Workshops und kulturelle Veranstaltungen zum Tibetischen Buddhismus und zur Kultur Tibets.
Das Zentrum besitzt eine umfangreiche eigene Bibliothek, setzt sich aktiv für den Interreligiösen Dialog ein und hat die buddhistisch orientierte Lotus Kinderkrippe gegründet. Mit einem gemeinsamen leckeren Mittagessen klang der Besuch aus.

 

29.08.2018 Radtour in Scherenbostel

Die LandFrauen der Dörfer Scherenbostel, Schlage-Ickhorst und Wiechendorf hatten in diesem Jahr gemeinsam eine ganz tolle Radtour für die Frauen des LandFrauenvereins Wedemark ausgearbeitet.
Fast 80 Frauen stellten sich mit ihren Rädern bei schönstem Radfahrwetter am Schützenhaus in Scherenbostel ein. Die Begrüßung erfolgte durch  Anke Cohrs. Sie erklärte die Wegstrecke.

Vorbei an herrlichen Fachwwerkhäusern ging es zum Husalsberg. Von hier aus kann man bei ganz klarem Wetter sogar den Brocken sehen.


Weiter ging die Tour zur Firma Giesecke. Herr Bokdanski erklärte die Firmengeschichte. 1948 wurde die Firma gegründet und 2010 ist die Firma in die Wedemark gekommen. Sie hat heute ca. 400 Mitarbeiter und ist eng mit der Firma Rufin verbunden, die ca. 50 Mitarbeiter hat.

Giesecke ist ein reines Handelsunternehmen. Es wird nicht nur Haarkosmetik vertrieben, sondern auch Körperkosmetik. Bundesweit werden ca. 35.000 Friseursalons beliefert. 15.000 Artikel hat die Firma in dem riesigen Lager vorrätig. Jeden Tag werden ca. 2.500 Pakete ausgeliefert.
Zum Abschluß der Besichtigung gab es noch ein Gastgeschenk, über das sich alle sehr freuten.

Die nächste Station war der herrlich angelegte Garten der Familie Pannock in Schlage-Ickhorst. Hier hatten die Jäger Wilfried Giesemann und Willy Pannock Jagdtrophäen ausgestellt und gaben geduldig alle dazu nötigen Erklärungen ab. Ein Erfrischungsgetränk fehlte nicht.

Zurück im Schützenhaus erzählte Herr Jürgen Kowahl viel über das Vereinsleben und die Geschichte der drei Dörfer. Herr Roman Meinen erklärte das Bogenschießen. Diese Sportart wird hier erfolgreich praktiziert.
Die LandFrauen der drei Dörfer hatten leckeren Kuchen gebacken und so klang der Nachmittag ganz gemütlich aus.

 

 

Berichte  -  LFV Wedemark Programm  1. Hälfte 2018

 

03.07.2018  bis  06.07.2018

Fahrt zum Deutschen LandFrauentag in Ludwigshafen

In diesem Jahr fand der Deutsche LandFrauentag in Ludwigshafen statt.
Die LandFrauen aus den Ortsverbänden Wedemark, Großburgwedel, Burgdorf, Lehrte-Sehnde und Uetze organisierten eine viertägige Studienfahrt nach Ludwigshafen. Unter dem Motto :" Veränderung wagen, Vertrauen festigen" wurden bei dieser Veranstaltung weit über 3.500 LandFrauen begrüßt.
Alle blickten auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück und selbstbewusst in die Zukunft, denn 2018 feierte der Verband sein 70jähriges Bestehen.

Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes warf die Frage auf:" Wissen Sie eigentlich, wer die LandFrauen sind? Klingt nach altbackenem Damenverein - aber weit gefehlt. Denn die LandFrauen sind mittlerweile die wichtigste Interessenvertretung, die soziale, wirtschaftliche und rechtliche Situationen von Frauen im ländlichen Raum vertreten. Und die hat immerhin eine halbe Million Mitglieder in ganz Deutschland. "

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz würdigte die Arbeit des Verbandes.

Die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner lobte die LandFrauen mit den Worten:" Sie bewahren nicht nur Traditionen, sondern stehen an der Spitze der modernen Bewegung. Gerade auf dem Land stoßen Frauen oft auf Hindernisse, wenn es darum geht, Beruf, Ehrenamt und Familie erfolgreich zu vereinbaren."

Der Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied sagte:" Die LandFrauen sind eine tragende Säule für die Entwicklung unserer ländlichen Räume. Mit ihrem Engagement in vielen gesellschaftlichen Bereichen fördern sie die Weiterentwicklung der Strukturen auf dem Land.

Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend schickte ihre Grüße per Videoaufzeichnung, da sie in Berlin unabkömmlich war.

Ein interessantes Rahmenprogramm bereicherte die Fahrt. So wurde Schloß Fasanerie bei Fulda besichtigt, eine Stadtführung in Worms erfolgte, Besuch eines Betriebes, der Gemüse anbaut und Salate herstellt, ein Ziegenhof mit Käseherstellung wurde besichtigt, eine Odenwaldtour mit einer abendlichen Weinprobe und am letzten Tag Besuch des Ortes Germerode, in dem Mohn angebaut wird. Mit vielen neuen Eindrücken kehrten die LandFrauen in die Heimat zurück.

 

03.06. bis  06.07.2018  -  Sommerfahrt ins Altmühltal

Unter der bewährten Leitung von Frau Annemarie Döpke führte die diesjährige Mehrtagesfahrt des LandFrauenvereins Wedemark nach Bayern in das Altmühltal. Ein reichhaltiges und interessantes Programm erwartete die Teilnehmerinnen, begleitet von einigen Herren.

Am ersten Tag wurde die Stadt Nürnberg per Bus und zu Fuß erkundet. Nürnberg hat eine wechselvolle Geschichte aufzuweisen. Einen großen Aufstieg erlebte Nürnberg unter den Staufern. Später hinterließen preußische und französische Besatzung Spuren. Nach 1933 wurde Nürnberg zur Stadt der Reichsparteitage erklärt. Alljährlich fanden auf dem Reichsparteitagsgelände große Aufmärsche statt. Ab November 1945 hielten die Siegermächte im Justizpalast vor dem internationalen Militärgericht die Nürnberger Prozesse ab.

Am zweiten Tag führte die Fahrt mit örtlicher Reiseleitung durch das Altmühltal. Die Befreiungshalle in Kelheim wurde besichtigt. Diese Halle wurde errichtet zum Andenken an die gewonnenen Schlachten gegen Napoleon während der Befreiungskriege in den Jahren von 1813 bis 1815.
Danach erwartete die LandFrauen eine Schiffsfahrt durch den Donaudurchbruch zum Benediktinerkloster Weltenburg.
Am Nachmittag erfolgte ein Besuch m Kristallmuseum in Riedenburg mit dem größten Bergkristall der Welt.

Am dritten Tag wurde die Stadt Regensburg besucht. Seit 2006 gehört die weitgehend erhaltene Regensburger Altstadt samt Stadtamtshof mit den historischen Ensembles und Baudenkmälern zum UNESCO-Weltkulturerbe. Auch das Schloss Emmeram wurde besichtigt.
Bevor es zurück in die Wedemark ging, wurde die glanzvolle Stadt Eichstätt an den Windungen der Altmühl besucht. In dieser Stadt blitzen Kostbarkeiten von Tausenden von Jahren: fossile Zeugen der Urzeit wie der Urvogel.

 

 

19.03.2018  - Frühlings-Dekoration gestalten

Unter der bewährten Anleitung von Frau Rita Nickel holten sich die LandFrauen trotz eisiger Kälte den Frühling ins Haus. Als die Frauen in Hellendorf eintrafen, war jeder Arbeitsplatz bestens durch die Floristin, Frau Rita Nickel vorbereitet.

Zunächst erklärte diese äußerst fachmännisch die Vorgehensweise beim Stecken der Blumen. Es wurden nur Naturmaterialien verwendet. Die Kurse, welche an zwei Tagen stattfanden, waren ausgebucht. Emsig gestalteten die Frauen ihre Dekorationen und hatten viel Freude dabei. Froh gelaunt trugen alle Frauen ihre gut geratenen kleinen und großen Kunstwerke anschließend nach Hause.

 

22.03.2018 - Erlebnisse als Nationalspieler im Blindenfussball

Herr Rasmus Narjes aus Bispingen war zu den LandFrauen in die Wedemark gekommen, um über sein Leben als Blinder zu erzählen.
Der junge Mann ist seit Geburt an blind. Seine Augen sind in Ordnung, aber die Verbindung zum Gehirn fehlt. Gleich bei der Geburt war dieser Fehler nicht aufgefallen. Erst als Narjes nicht auf Reize reagierte, wurde die Erblindung festgestellt. Zusammen mit einer älteren Schwester und zwei jüngeren Brüdern ist er in der Familie aufgewachsen. In der ganzen Familie ist sonst niemand erblindet.
Früh hatte er sprechen gelernt, dafür umso später laufen. Die Unterstützung der Familie ist für Narjes sehr wichtig.
Rasmus Narjes geht zurzeit in die 12. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums Soltau. Er ist in einen ganz normalen Kindergarten gegangen und später zur Regelschule. Seit der ersten Klasse steht ihm eine Integrationskraft zur Verfügung. Diese Person hat ihn bisher von Anfang der Schulzeit an begleitet und wird über die Lebenshilfe vom Land bezahlt. Jedes Jahr muss die Integrationskraft neu beantragt werden.
Zuerst taten sich die Lehrer mit Aufgabe schwer, ein Kind mit Handikap in der Klasse zu haben. Doch schnell stellte sich heraus, dass es genau die richtige Entscheidung war, nicht zu einer Blindenschule gehen zu müssen. In diesem Fall wäre er von der Familie getrennt worden.
Es gibt eine Medienzentrale, welche die Schulbücher für Blinde umarbeitet. In den Klassen 1 - 3 hat er mit Blindenschulbüchern gearbeitet. Seit der 4. Klasse arbeitet er mit einem Laptop. Seine Hobbies sind Klavier und Orgelspiel. Hierfür hat er das evangelische Gesangbuch in sieben Bänden, da die Blindenschrift wesentlich umfangreicher ist. Alle Stücke müssen auswendig gelernt werden.
Ein weiteres ganz wichtiges Hobby ist für Narjes der Blindenfußball. Seit 2013 spielt er mit dem FC St.Pauli in der Bundesliga und 2017 ist seine Mannschaft Bundessieger geworden. Narjes hatte seinen "Klingelfußball" und Kopfschutz mitgebracht und demonstrierte den LandFrauen und Gästen eindrucksvoll, wie Blindenfußball gespielt wird.
Sein Berufswunsch ist Jura zu studieren. Dazu wünschten alle anwesenden Personen diesem jungen und lebensbejahenden Mann von ganzem Herzen alles Gute.

 

27.01.2018  -  Ich entscheide mich für Glück

Weit über 160 Frauen waren nach Abbensen gekommen, um am "Frauenfrühstück" teilzunehmen. Der Weg hatte sich für alle gelohnt; denn es gab ein opulentes Frühstücksbuffet und einen super Vortrag. Da unter den Vereinsmitgliedern auch viele Gäste waren, wurden drei "Schnuppermitgliedschaften" im LandFrauenverein Wedemark für ein Jahr unter den Gästen verlost. Die Gewinnerinnen dieser Mitgliedschaften waren: je eine Dame aus Brelingen, aus Hellendorf und aus Burgwedel.

Die Referentin, Martina Belling war extra für den Vortrag aus dem Ammerland angereist. 28 Jahre lang unterrichtete Frau Belling als Berufsschullehrerin in Leer in den Fächern Kosmetik, Körperpflege und Englisch. Bereits während dieser Zeit hatte sie sich mit dem Glück beschäftigt. Sie hätte gern in ihrer Schule das Fach "Glück" für 2 Stunden pro Woche unterrichtet. Jedoch eine Eingabe bei der Schulbehörde war vergebens. Es wurde abgelehnt. So ließ sie sich vom Schuldienst beurlauben.
Seit 2016 bearbeitet Frau Belling das Thema Glück in Vorträgen. Gesundheit, intakte Familie, Zufriedenheit und gutes Aussehen sind kein Garant für Glück. Glück ist anstrengend; denn es ist eine Momentsache. Manche Menschen ziehen aus Krankheit Gewinn, weil sie dadurch Aufmerksamkeit bekommen.
Wer sich entscheidet glücklich zu sein, der braucht nur den Kopf. Es geht darum, was der Mensch denkt. Ich bin den ganzen Tag mit mir zusammen, darum soll ich machen, was mir Spaß macht. Auf keinen Fall darf ich mich danach richten, was die anderen Leute über mich sagen oder über mich denken. Manche Menschen suchen so lange nach einem Haken, bis sie einen finden.
Jeder Mensch besitzt ein magisches Zeitkonto. Das sind 86.400 Sekunden pro Tag. Diese Zeit sollte bewußt gelebt und genossen werden. Die Kraft der positiven Gedanken ist gewaltig. Wer mit etwas zufrieden ist, sollte es auch zum Ausdruck bringen. Dadurch wird viel zurückgegeben.

 

17.01.2018 - Mein Leben in zwei Kulturen
Frau Dipl.-Ing. Agrar Parvin Hemmeke-Otte war von Braunschweig in die Wedemark gekommen, um über ihr Leben in zwei Kulturen vor dem LandFrauenverein Wedemark zu berichten. Das übergroße Interesse an diesem Vortrag konnte daran erkannt werden, dass noch zahlreiche Stühle in den Vortragsraum gebracht werden mußten. Die Enge im Raum während des Vortrages störte niemanden; denn alle lauschten gespannt den Ausführungen von Frau Hemmeke-Otte.
1979 hatte es im Iran eine Revolution gegeben und zahlreiche Unruhen folgten. Eigentlich wollte Frau Hemmeke-Otte nach Teheran gehen, um Agrarwirtschaft zu studieren. Stattdessen entschloss sie sich, ihrem Bruder nach Kassel zu folgen. Im Iran wird das Abitur nach 12 Schuljahren abgelegt. Aus diesem Grund musste sie in Deutschland als erstes das dreizehnte Schuljahr nachholen.
Ihr Bruder wachte darüber, dass sie in Deutschland nicht auf Abwege geriet. Die Semesterferien wurden in der Heimat verbracht. Einmal kehrte Frau Hemmeke-Otte früher zurück als ihr Bruder und schon war es geschehen. Sie lernte ihren späteren Mann kennen und wurde von seiner Familie herzlich aufgenommen.
Im Iran lebte sie mit 5 Geschwister, Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten, Cousinen und Cousin in einer Großfamilie zusammen. Im Iran gehören die Familien zusammen. Die Menschen brauchen einander. Die Kinder kümmern sich um die Eltern.
Es ist nicht üblich, die ältere Generation zu duzen. Anfangs fiel es ihr sehr schwer, ältere Personen in Deutschland zu duzen. Durch ihre Schwiegermutter kam sie zu den LandFrauen und ist im Raum Braunschweig seit 16 Jahren Kreisvorsitzende vom LandFrauenverein.
Im Iran ist noch eine Pistazienplantage zu bewirtschaften. Aus diesem Grund reist Frau Hemmeke-Otte gemeinsam mit ihrem Gatten im September und Oktober dort hin.

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Berichte  -  LFV Wedemark Programm  2. Hälfte 2017

 

30.11.2017  -  Weihnachtsfeier

So manch einer Frau entfuhr ein "oh, wie schön" als sie den adventlich geschmückten Saal des Gasthauses Bludau betrat. Die LandFrauen der Ortschaft Abbensen hatten die Tische festlich mit Adventsdekorationen versehen.
Weit über 160 LandFrauen und einige Gäste stellten sich zur Weihnachtsfeier ein. Frau Margrid Heuer eröffnete die Feier mit einer kleinen Rückschau. Ein Jahr voller Ereignisse ist vergangen und nun steht Weihnachten vor der Tür. Wir fragen uns, wo bin ich angekommen und wer steht mir zur Seite? Wir denken an die Kindheit zurück, an das erste Fest zu zweit, mit den kleinen Kindern und dann wieder allein.
Danach sangen alle zusammen die Lieder:"Macht hoch die Tür" und "Alle Jahre wieder". Sabine Backhaus las den Weihnachtsbrief von der ehemaligen Landesvorsitzenden Frau Barbara Otte-Kienast vor, die jetzt Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geworden ist und sich mit diesem Brief von ihrem Amt wehmütig verabschiedete. Renate Giesemann trug ein sinnliches Gedicht vor.
Dann folgte ein wahrer Ohrenschmaus. Sabine Giesemann, Musikpädagogin, Orchestermusikerin und Leiterin der eigenen Musikschule im ehemaligen Mellendorfer Bahnhof, stimmte ein Klarinettensolo mit traditionellen Weihnachtsliedern zum Mitsingen an. Da Liederhefte zur Verfügung standen, wurden die Lieder kräftig mitgesungen:" Leise rieselt der Schnee, In der Weihnachtsbäckerei, Süßer die Glocken nie klingen, Lasst uns froh und munter sein" und viele andere Lieder.
Nach der Kaffeepause sprach Pastor Rainer Henne aus Fuhrberg zu dem Thema: „Unterwegs zu Weihnachten". Was haben wir zu erwarten? Weihnachten ist ein Fest, für das wir eine Vorbereitungszeit benötigen. Advent heißt Ankunft. Die Advents- und die Weihnachtszeit haben die meisten Traditionen und Brauchtum. Was gehört in die Adventszeit? Glühwein, Kekse, Tannengrün, Kerzen und Weihnachtslieder singen. So hatte Pastor Henne seine Gitarre mitgebracht, um gemeinsam Lieder zu singen. Johann Hinrich Wiechern, Pastor in Hamburg-St.Georg, stellte 1839 zum ersten Mal einen Adventskranz mit 20 roten Kerzen für die Alltage und vier weißen Kerzen für die Sonntage auf, um den Kindern zu verdeutlichen, wie lange sie noch auf Weihnachten warten mussten.
Einen tollen Abschluss bereiteten die Meitzer Dorfschwalben mit den Liedern: " Fröhliche Weihnacht überall, Unsere Welt wird laut und lauter, Geh, ruft es von den Bergen, Wer traurig ist, wird wieder froh und Wir wünschen euch frohe Weihnacht".
Ursula Wiechmann sprach die Schlussworte und gab den Spendenerlös für "Wedem&

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