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Berichte  -  LFV Wedemark Programm  1. Hälfte 2018

 

03.07.2018  bis  06.07.2018

Fahrt zum Deutschen LandFrauentag in Ludwigshafen

In diesem Jahr fand der Deutsche LandFrauentag in Ludwigshafen statt.
Die LandFrauen aus den Ortsverbänden Wedemark, Großburgwedel, Burgdorf, Lehrte-Sehnde und Uetze organisierten eine viertägige Studienfahrt nach Ludwigshafen. Unter dem Motto :" Veränderung wagen, Vertrauen festigen" wurden bei dieser Veranstaltung weit über 3.500 LandFrauen begrüßt.
Alle blickten auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück und selbstbewusst in die Zukunft, denn 2018 feierte der Verband sein 70jähriges Bestehen.

Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes warf die Frage auf:" Wissen Sie eigentlich, wer die LandFrauen sind? Klingt nach altbackenem Damenverein - aber weit gefehlt. Denn die LandFrauen sind mittlerweile die wichtigste Interessenvertretung, die soziale, wirtschaftliche und rechtliche Situationen von Frauen im ländlichen Raum vertreten. Und die hat immerhin eine halbe Million Mitglieder in ganz Deutschland. "

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz würdigte die Arbeit des Verbandes.

Die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner lobte die LandFrauen mit den Worten:" Sie bewahren nicht nur Traditionen, sondern stehen an der Spitze der modernen Bewegung. Gerade auf dem Land stoßen Frauen oft auf Hindernisse, wenn es darum geht, Beruf, Ehrenamt und Familie erfolgreich zu vereinbaren."

Der Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied sagte:" Die LandFrauen sind eine tragende Säule für die Entwicklung unserer ländlichen Räume. Mit ihrem Engagement in vielen gesellschaftlichen Bereichen fördern sie die Weiterentwicklung der Strukturen auf dem Land.

Franziska Giffey, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend schickte ihre Grüße per Videoaufzeichnung, da sie in Berlin unabkömmlich war.

Ein interessantes Rahmenprogramm bereicherte die Fahrt. So wurde Schloß Fasanerie bei Fulda besichtigt, eine Stadtführung in Worms erfolgte, Besuch eines Betriebes, der Gemüse anbaut und Salate herstellt, ein Ziegenhof mit Käseherstellung wurde besichtigt, eine Odenwaldtour mit einer abendlichen Weinprobe und am letzten Tag Besuch des Ortes Germerode, in dem Mohn angebaut wird. Mit vielen neuen Eindrücken kehrten die LandFrauen in die Heimat zurück.

 

03.06. bis  06.07.2018  -  Sommerfahrt ins Altmühltal

Unter der bewährten Leitung von Frau Annemarie Döpke führte die diesjährige Mehrtagesfahrt des LandFrauenvereins Wedemark nach Bayern in das Altmühltal. Ein reichhaltiges und interessantes Programm erwartete die Teilnehmerinnen, begleitet von einigen Herren.

Am ersten Tag wurde die Stadt Nürnberg per Bus und zu Fuß erkundet. Nürnberg hat eine wechselvolle Geschichte aufzuweisen. Einen großen Aufstieg erlebte Nürnberg unter den Staufern. Später hinterließen preußische und französische Besatzung Spuren. Nach 1933 wurde Nürnberg zur Stadt der Reichsparteitage erklärt. Alljährlich fanden auf dem Reichsparteitagsgelände große Aufmärsche statt. Ab November 1945 hielten die Siegermächte im Justizpalast vor dem internationalen Militärgericht die Nürnberger Prozesse ab.

Am zweiten Tag führte die Fahrt mit örtlicher Reiseleitung durch das Altmühltal. Die Befreiungshalle in Kelheim wurde besichtigt. Diese Halle wurde errichtet zum Andenken an die gewonnenen Schlachten gegen Napoleon während der Befreiungskriege in den Jahren von 1813 bis 1815.
Danach erwartete die LandFrauen eine Schiffsfahrt durch den Donaudurchbruch zum Benediktinerkloster Weltenburg.
Am Nachmittag erfolgte ein Besuch m Kristallmuseum in Riedenburg mit dem größten Bergkristall der Welt.

Am dritten Tag wurde die Stadt Regensburg besucht. Seit 2006 gehört die weitgehend erhaltene Regensburger Altstadt samt Stadtamtshof mit den historischen Ensembles und Baudenkmälern zum UNESCO-Weltkulturerbe. Auch das Schloss Emmeram wurde besichtigt.
Bevor es zurück in die Wedemark ging, wurde die glanzvolle Stadt Eichstätt an den Windungen der Altmühl besucht. In dieser Stadt blitzen Kostbarkeiten von Tausenden von Jahren: fossile Zeugen der Urzeit wie der Urvogel.

 

 

19.03.2018  - Frühlings-Dekoration gestalten

Unter der bewährten Anleitung von Frau Rita Nickel holten sich die LandFrauen trotz eisiger Kälte den Frühling ins Haus. Als die Frauen in Hellendorf eintrafen, war jeder Arbeitsplatz bestens durch die Floristin, Frau Rita Nickel vorbereitet.

Zunächst erklärte diese äußerst fachmännisch die Vorgehensweise beim Stecken der Blumen. Es wurden nur Naturmaterialien verwendet. Die Kurse, welche an zwei Tagen stattfanden, waren ausgebucht. Emsig gestalteten die Frauen ihre Dekorationen und hatten viel Freude dabei. Froh gelaunt trugen alle Frauen ihre gut geratenen kleinen und großen Kunstwerke anschließend nach Hause.

 

22.03.2018 - Erlebnisse als Nationalspieler im Blindenfussball

Herr Rasmus Narjes aus Bispingen war zu den LandFrauen in die Wedemark gekommen, um über sein Leben als Blinder zu erzählen.
Der junge Mann ist seit Geburt an blind. Seine Augen sind in Ordnung, aber die Verbindung zum Gehirn fehlt. Gleich bei der Geburt war dieser Fehler nicht aufgefallen. Erst als Narjes nicht auf Reize reagierte, wurde die Erblindung festgestellt. Zusammen mit einer älteren Schwester und zwei jüngeren Brüdern ist er in der Familie aufgewachsen. In der ganzen Familie ist sonst niemand erblindet.
Früh hatte er sprechen gelernt, dafür umso später laufen. Die Unterstützung der Familie ist für Narjes sehr wichtig.
Rasmus Narjes geht zurzeit in die 12. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums Soltau. Er ist in einen ganz normalen Kindergarten gegangen und später zur Regelschule. Seit der ersten Klasse steht ihm eine Integrationskraft zur Verfügung. Diese Person hat ihn bisher von Anfang der Schulzeit an begleitet und wird über die Lebenshilfe vom Land bezahlt. Jedes Jahr muss die Integrationskraft neu beantragt werden.
Zuerst taten sich die Lehrer mit Aufgabe schwer, ein Kind mit Handikap in der Klasse zu haben. Doch schnell stellte sich heraus, dass es genau die richtige Entscheidung war, nicht zu einer Blindenschule gehen zu müssen. In diesem Fall wäre er von der Familie getrennt worden.
Es gibt eine Medienzentrale, welche die Schulbücher für Blinde umarbeitet. In den Klassen 1 - 3 hat er mit Blindenschulbüchern gearbeitet. Seit der 4. Klasse arbeitet er mit einem Laptop. Seine Hobbies sind Klavier und Orgelspiel. Hierfür hat er das evangelische Gesangbuch in sieben Bänden, da die Blindenschrift wesentlich umfangreicher ist. Alle Stücke müssen auswendig gelernt werden.
Ein weiteres ganz wichtiges Hobby ist für Narjes der Blindenfußball. Seit 2013 spielt er mit dem FC St.Pauli in der Bundesliga und 2017 ist seine Mannschaft Bundessieger geworden. Narjes hatte seinen "Klingelfußball" und Kopfschutz mitgebracht und demonstrierte den LandFrauen und Gästen eindrucksvoll, wie Blindenfußball gespielt wird.
Sein Berufswunsch ist Jura zu studieren. Dazu wünschten alle anwesenden Personen diesem jungen und lebensbejahenden Mann von ganzem Herzen alles Gute.

 

27.01.2018  -  Ich entscheide mich für Glück

Weit über 160 Frauen waren nach Abbensen gekommen, um am "Frauenfrühstück" teilzunehmen. Der Weg hatte sich für alle gelohnt; denn es gab ein opulentes Frühstücksbuffet und einen super Vortrag. Da unter den Vereinsmitgliedern auch viele Gäste waren, wurden drei "Schnuppermitgliedschaften" im LandFrauenverein Wedemark für ein Jahr unter den Gästen verlost. Die Gewinnerinnen dieser Mitgliedschaften waren: je eine Dame aus Brelingen, aus Hellendorf und aus Burgwedel.

Die Referentin, Martina Belling war extra für den Vortrag aus dem Ammerland angereist. 28 Jahre lang unterrichtete Frau Belling als Berufsschullehrerin in Leer in den Fächern Kosmetik, Körperpflege und Englisch. Bereits während dieser Zeit hatte sie sich mit dem Glück beschäftigt. Sie hätte gern in ihrer Schule das Fach "Glück" für 2 Stunden pro Woche unterrichtet. Jedoch eine Eingabe bei der Schulbehörde war vergebens. Es wurde abgelehnt. So ließ sie sich vom Schuldienst beurlauben.
Seit 2016 bearbeitet Frau Belling das Thema Glück in Vorträgen. Gesundheit, intakte Familie, Zufriedenheit und gutes Aussehen sind kein Garant für Glück. Glück ist anstrengend; denn es ist eine Momentsache. Manche Menschen ziehen aus Krankheit Gewinn, weil sie dadurch Aufmerksamkeit bekommen.
Wer sich entscheidet glücklich zu sein, der braucht nur den Kopf. Es geht darum, was der Mensch denkt. Ich bin den ganzen Tag mit mir zusammen, darum soll ich machen, was mir Spaß macht. Auf keinen Fall darf ich mich danach richten, was die anderen Leute über mich sagen oder über mich denken. Manche Menschen suchen so lange nach einem Haken, bis sie einen finden.
Jeder Mensch besitzt ein magisches Zeitkonto. Das sind 86.400 Sekunden pro Tag. Diese Zeit sollte bewußt gelebt und genossen werden. Die Kraft der positiven Gedanken ist gewaltig. Wer mit etwas zufrieden ist, sollte es auch zum Ausdruck bringen. Dadurch wird viel zurückgegeben.

 

17.01.2018 - Mein Leben in zwei Kulturen
Frau Dipl.-Ing. Agrar Parvin Hemmeke-Otte war von Braunschweig in die Wedemark gekommen, um über ihr Leben in zwei Kulturen vor dem LandFrauenverein Wedemark zu berichten. Das übergroße Interesse an diesem Vortrag konnte daran erkannt werden, dass noch zahlreiche Stühle in den Vortragsraum gebracht werden mußten. Die Enge im Raum während des Vortrages störte niemanden; denn alle lauschten gespannt den Ausführungen von Frau Hemmeke-Otte.
1979 hatte es im Iran eine Revolution gegeben und zahlreiche Unruhen folgten. Eigentlich wollte Frau Hemmeke-Otte nach Teheran gehen, um Agrarwirtschaft zu studieren. Stattdessen entschloss sie sich, ihrem Bruder nach Kassel zu folgen. Im Iran wird das Abitur nach 12 Schuljahren abgelegt. Aus diesem Grund musste sie in Deutschland als erstes das dreizehnte Schuljahr nachholen.
Ihr Bruder wachte darüber, dass sie in Deutschland nicht auf Abwege geriet. Die Semesterferien wurden in der Heimat verbracht. Einmal kehrte Frau Hemmeke-Otte früher zurück als ihr Bruder und schon war es geschehen. Sie lernte ihren späteren Mann kennen und wurde von seiner Familie herzlich aufgenommen.
Im Iran lebte sie mit 5 Geschwister, Eltern, Großeltern, Onkel, Tanten, Cousinen und Cousin in einer Großfamilie zusammen. Im Iran gehören die Familien zusammen. Die Menschen brauchen einander. Die Kinder kümmern sich um die Eltern.
Es ist nicht üblich, die ältere Generation zu duzen. Anfangs fiel es ihr sehr schwer, ältere Personen in Deutschland zu duzen. Durch ihre Schwiegermutter kam sie zu den LandFrauen und ist im Raum Braunschweig seit 16 Jahren Kreisvorsitzende vom LandFrauenverein.
Im Iran ist noch eine Pistazienplantage zu bewirtschaften. Aus diesem Grund reist Frau Hemmeke-Otte gemeinsam mit ihrem Gatten im September und Oktober dort hin.

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Berichte  -  LFV Wedemark Programm  2. Hälfte 2017

 

30.11.2017  -  Weihnachtsfeier

So manch einer Frau entfuhr ein "oh, wie schön" als sie den adventlich geschmückten Saal des Gasthauses Bludau betrat. Die LandFrauen der Ortschaft Abbensen hatten die Tische festlich mit Adventsdekorationen versehen.
Weit über 160 LandFrauen und einige Gäste stellten sich zur Weihnachtsfeier ein. Frau Margrid Heuer eröffnete die Feier mit einer kleinen Rückschau. Ein Jahr voller Ereignisse ist vergangen und nun steht Weihnachten vor der Tür. Wir fragen uns, wo bin ich angekommen und wer steht mir zur Seite? Wir denken an die Kindheit zurück, an das erste Fest zu zweit, mit den kleinen Kindern und dann wieder allein.
Danach sangen alle zusammen die Lieder:"Macht hoch die Tür" und "Alle Jahre wieder". Sabine Backhaus las den Weihnachtsbrief von der ehemaligen Landesvorsitzenden Frau Barbara Otte-Kienast vor, die jetzt Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz geworden ist und sich mit diesem Brief von ihrem Amt wehmütig verabschiedete. Renate Giesemann trug ein sinnliches Gedicht vor.
Dann folgte ein wahrer Ohrenschmaus. Sabine Giesemann, Musikpädagogin, Orchestermusikerin und Leiterin der eigenen Musikschule im ehemaligen Mellendorfer Bahnhof, stimmte ein Klarinettensolo mit traditionellen Weihnachtsliedern zum Mitsingen an. Da Liederhefte zur Verfügung standen, wurden die Lieder kräftig mitgesungen:" Leise rieselt der Schnee, In der Weihnachtsbäckerei, Süßer die Glocken nie klingen, Lasst uns froh und munter sein" und viele andere Lieder.
Nach der Kaffeepause sprach Pastor Rainer Henne aus Fuhrberg zu dem Thema: „Unterwegs zu Weihnachten". Was haben wir zu erwarten? Weihnachten ist ein Fest, für das wir eine Vorbereitungszeit benötigen. Advent heißt Ankunft. Die Advents- und die Weihnachtszeit haben die meisten Traditionen und Brauchtum. Was gehört in die Adventszeit? Glühwein, Kekse, Tannengrün, Kerzen und Weihnachtslieder singen. So hatte Pastor Henne seine Gitarre mitgebracht, um gemeinsam Lieder zu singen. Johann Hinrich Wiechern, Pastor in Hamburg-St.Georg, stellte 1839 zum ersten Mal einen Adventskranz mit 20 roten Kerzen für die Alltage und vier weißen Kerzen für die Sonntage auf, um den Kindern zu verdeutlichen, wie lange sie noch auf Weihnachten warten mussten.
Einen tollen Abschluss bereiteten die Meitzer Dorfschwalben mit den Liedern: " Fröhliche Weihnacht überall, Unsere Welt wird laut und lauter, Geh, ruft es von den Bergen, Wer traurig ist, wird wieder froh und Wir wünschen euch frohe Weihnacht".
Ursula Wiechmann sprach die Schlussworte und gab den Spendenerlös für "Wedemärker für Wedemärker" in Höhe von EUR 457,26 bekannt.


23.11.2017  - ADHS - ein Phänomen unserer Zeit

Aufmerksamkeitsdefizit - Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist eine Herausforderung für die betroffenen Kinder wie für ihre Eltern, Lehrer und Geschwister. Kinder mit diesem Syndrom sind unruhig, hibbelig und übermäßig aktiv. Sie handeln impulsiv, ohne an die Folgen zu denken und sie sind unaufmerksam oder unkonzentriert und lassen sich schnell ablenken. Einige Kinder verhalten sich trotzig oder agressiv und kommen mit anderen Menschen nicht so gut zurecht. Manche Kinder sind ungewöhnlich aktiv und rennen umher. Andere sind ruhig; aber oft mit den Gedanken woanders.
Beide Typen von Kindern können, müssen aber nicht zwangsläufig ADHS haben. Die Diagnose von ADHS ist kompliziert und erfordert umfangreiche Untersuchungen durch Ärzte. ADHS ist eine in erster Linie genetisch bedingte neurologische Funktionsstörung des Gehirns und keine Folge der Erziehung.
Kinder mit diesem Symdrom können Wichtiges nicht vom Unwichtigen unterscheiden. ADHS ist nicht ein Phänomen unserer Zeit. Diese Auffälligkeiten hat es schon immer gegeben. Menschen, die diese Schwierigkeiten hatten, haben oft im späteren Leben Karriere gemacht.
Ca 15 % aller Kinder sind mit ADHS belastet. Warum soll Lernen immer im Sitzen stattfinden? Goethe hat seine Werke alle im Stehen geschrieben. Früher hatten die Kinder 4 Stunden Schule. Danach haben sich die Kinder bei Spielen an frischer Luft selbst beschäftigt. Heute werden die Kinder zu viel von Erwachsenen gecoacht und regelmentiert. Kinder brauchen Freiraum, den sie zu Entdeckungen ausnutzen können. Somit wird die Kreativität gefördert.
Die hyperaktiven Kinder brauchen Bewegung, um besser aufmerksam sein zu können. Die betroffenen Kinder brauchen nicht immer eine Therapie, sie benötigen mehr Zuneigung, mehr Rituale, mehr Regeln, mehr Aufmerksamkeit und viel Bewegung an frischer Luft. Die Erwachsenen legen eine Norm fest. In dieser Norm sollen sich alle Kinder bewegen. Doch nicht alle Kinder sind gleich. Kinder müssen lernen, selber nachzudenken. Das überbehütete Kind ist Gift für die Selbständigkeit. Eine Medikamentengabe ist nicht zu befürworten; denn die löst nicht das Problem.

 

20.11.2017  -  Schlachthof Celler Land

Der Geflügelschlachthof in Wietze wurde 2010 gebaut und ist ein Unternehmen der Celler Land Frischgeflügel als Teil der Rothkötter Unternehmensgruppe. Der Schlachthof liegt ca. 1,5 Kilometer außerhalb des Ortes Wietze im Landkreis Celle und nahm im Herbst 2011 den Betrieb auf.
Bei einer Führung durch das Firmengelände erfuhren die LandFrauen, dass der Betrieb ca. 450 Mitarbeiter beschäftigt, davon  ca. 80 % Festangestellte und ca. 20 % Leiharbeiter. Der Verdienst liegt über dem Mindestlohn. In der strukturschwachen Region hat der Schlachthof somit viele neue Arbeitsplätze geschaffen und wichtige wirtschaftliche Impulse gegeben.
Bevor der Rundgang durch den Schlachthof begann, mußten sich alle Besucher Schutzkleidung anziehen. Dazu gehörte eine Kopfhaube, ein Overall, Gummihandschuhe und für die Schuhe ein Überzieher. In einer Schleuse wurden noch einmal Hände und Füße desinfiziert. Die LandFrauen nahmen angenehm die Sauberkeit im Betrieb wahr. Im kühlen Teil der Verarbeitung gab es auch keine Geruchsbelästigung.
Geplant sind 27.000 Schlachtungen pro Stunde. Damit wäre dann der Schlachthof der größte in Europa. Das Fleisch wird regelmäßig von der Gesundheitsaufsichtsbehörde untersucht. Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass keine Medikamentenrückstände im Fleisch sind.
Im Anschluß an die Betriebsführung erfolgte noch eine lebhafte Diskussion. Im Geflügel Shop bestand die Möglichkeit zum Einkauf von frischem Geflügelfleisch.

 

 

08.11.2017   -  Martin Luther - Urheber der Religion

Margrid Heuer eröffnete den Nachmittag mit einem Gedicht über den November: "Was mich an einem Herbstabend glücklich machen könnte." Dann referierte Probst Joachim Kuklik über den Reformator Martin Luther. Kuklik war eigens dafür aus Braunschweig in die Wedemark gekommen.
Früher war der Reformationstag am 31. Oktober eines jeden Jahres schulfrei. In diesem Jahr war aus Anlass des 500. Reformationsjubiläums der 31. Oktober ein bundesweiter Feiertag.
Martin Luther war kein Heiliger, er war ein Mensch wie wir auch. Er litt unter einer manisch-depressiven Erkrankung und dann wieder erlebte er große Freude.
Martin Luther ist die zentrale Persönlichkeit der Reformation, deren Wirken kirchengeschichtliche und weltgeschichtliche Bedeutung gewann. Nach den Schuljahren studierte Luther zunächst auf Wunsch des Vaters Jura. Als er von einem Besuch bei seinen Eltern zurückkam, überraschte ihn ein heftiges Gewitter. Er hatte Todesangst und legte das Gelübde ab, Mönch zu werden. Gegen den Willen des Vaters trat er in das Augustiner Kloster in Erfurt ein. Er befolgte die Ordensregeln ganz genau und streng.
Eine Reise nach Rom galt für Luther als ein Schlüsselerlebnis. Er erlebte den dortigen Sittenverfall und begann an der römischen Buß- und Ablaßpraxis zu zweifeln.
1526 heiratete Luther Katharina von Bora und führte mit ihr einen großen Haushalt mit vielen Gästen. Luther kam zu einem gewissen Wohlstand und war ein Kind seiner Zeit. Er hat sich gegen Bevormundungen aufgelehnt.
Was hat bis heute für uns eine Bedeutung? Jeder Christ steht mit seinem Gewissen vor Gott und hat sich selbst zu verantworten. Wir sollen ja sagen zu uns selber und uns annehmen, wie wir sind und uns selber lieben.
Die Übersetzung der Bibel führt zu einer einheitlichen Sprache. Luther übersetzte die Bibel nicht wortgetreu, sondern versuchte biblische Aussagen nach ihrem Sinn ins Deutsche zu übertragen.

 

 

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